Bedeckter Himmel über Stockholm: am Freitagmorgen, nach einem Bummel durch unser Stadtviertel rund um den Friedhelmsplan , hieß es noch einmal Rucksäcke schultern für einen längeren Marsch und los gings zurIMG_3828IMG_3835 T-Centralen. Um 12.21 hieß es dann mit einem weinenden Auge „Hej do, Stockholm! „Aber wir kommen wieder, ganz bestimmt! Im Zug gings in 4:30 nach Malmö. Der Zug war schon ziemlich überfüllt. Heute schien mir in Schweden alles auf Achse zu sein: Midsommar! Die Frage ist nur, wo wollten all die Leute hin? Um 14.00 Uhr muss in Malmö die offizielle Zermonie gewesen sein, bei der das Kreuz mit den Kränzen gehisst wurde. Als wir gegen 17.00Uhr durch Malmö zogen war die riesen Stadt leergefegt. Alle Geschäfte, Restaurants und Cafes waren geschlossen. Die einzigen Menschen, die wir sahen, waren ein paar ebenso wie wir herumirrende Touristen und ein paar hartnäckige Fans , die man aber an 2 Händen abzählen konnte, auf der Fanmeile der U21 Fussball EM. Die anderen 230.000 EiIMG_3842IMG_3847nwohner schienen wie vom Erdboden verschluckt. Wo sind all die Malmöraner hin? Auch im Park, durch den wir schlenderten, waren nur einzelne Häufchen, die gemeinsam feierten. Das aufkommende Gewitter, das uns beim Gang durch die City dann doch noch einholte, uns aber nochmal tolle Fotos bescherte, war wohl kaum der Fluchtgrund. Noch einmal nächtigten wir in einer sehr modernen „IKEA“ JugendhIMG_3853erberge. Am nächsten Tag ähnliches Bild: nichts mit noch großem REA-Bummel durch Malmö oder Souvenir-Shopping, geschweige denn noch was anschauen!!! Nur vereinzelt sah man ein paar Leute, die nach den Festigkeiten schon wieder fit waren.  Feiern alle auf dem Land draußen? Aber wo? Also gings auf nach Trelleborg, wo wir dann die letzten Stunden verbrachten, bevor es auf die Fähre ging. Und wir fanden doch hier tatsächlich auch noch den Startpunkt des SVERIGELEDEN!!!  Schweden on Skates eine tolle, wenn auch nicht immer einfache Zeit  und ein unvergessliches Abenteuer, das bestimmt noch in größerem Stil irgendwann seine Fortsetzung findet. Und dann legte die Fähre mit uns ab und bei unserem ersten Sonnenuntergang, denn in Schweden war es wirklich die ganze Nacht hell, in Deutschland wieder an.IMG_3888

IMG_3753IMG_3765Heute gings ins Museum Skansen. Eines der beliebtesten Ausflugsziele Stockholms. Hier ist die Kultur und das Leben der Schweden zum Anfassen dokumentiert und erlebbar. Das schwedische Handwerk, die typischen Häuser und Gehöfte und auch die schwedische Tierwelt werden gezeigt. Rentiere, Bären , Wölfe und der Elch! Gleich fünf Stück inklusive  zwei im Mai geworfener Jungen sind im großzügig angelegten Gehege beherbergt. Nur zum Fotoshooting hatten sie nicht so richtig Lust und lagen lieber nur faul herum. Mit viel Liebe zIMG_3767um Detail wird die schwedische Geschichte hier auf dem Gelände aufgearbeitet. Dieses Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Weiter gings zurück in die Stadt von Insel zu Insel, die 5km bis Slussen auf Södermalm zu Fuß. Den Nachmittag über ließen wir uns immer mal wieder, von kleinen Regengüssen betroffen, durch IMG_3778das Viertel im Aufbruch treiben, mit vielen witzigen kleinen Lädchen und Gallerien. Nur  das Designcafe Bauers, in das wir eigentlich zum Mittag wollten – wegen der coolen Inneneinrichtung, insbesondere der Lampen der Agentur dizel und sate, – hatte geschlossen.  Von Södermalm hat man auch einen tollen Blick auf die anderen Stadtviertel und Inseln: Einmal von der Aussichtsplattform an der U-Bahn Station Slussen, wo man fuer 10kr. mit dem Fahrstuhl hoch kann und von den Klippen aus, wenn man an der Station Zinkensdamm ans Meer vorläuft. Leider neigt sich unsere Zeit in Stockholm damit auch schon dem Ende zu , aber wir kommen wieder keine Frage! Morgen gehts dann mit dem Zug zurück in den Süden nach Malmö und am Samstag macht sich die Fähre von Trelleborg IMG_3805

auch schon wieder auf den Heimweg mit uns.

IMG_3656IMG_3624Über die Nacht hatten sich unsere Füße von den gestrigen abschliessenden Strapazen doch wieder ganz gut erholt und so konnte nach ausgiebigem Frühstück der erste Citytag beginnen. Auf dem Plan stand zunächst der Weg auf die Insel Skeppsholmen ins Moderne Museet, meiner Meinung nach immer einen Besuch in Stockholm wert: Neben einer umfangreichen Sammlung aktueller und moderner Kunst ,von Picasso über Warhol bis Rauschenberg, zeigt das Museum immer wieder neue Wechselausstellungen. Klasse, die Fotografieausstellung in der unteren Etage – nur mit Schwarzweissbildern zu vielen Gesellschaftsaspekten! Die hat Mario dann leider nicht gesehen, da wir uns irgendwie in der unteren Etage verloren haben. Er hat sich ganz alleine in einem Raum, der glaube ich nicht für das öffentliche Publikum zugänglich war, eine Videoinstallation angeschaut.  Aber wir haben uns dann nach geraumer Zeit,ca. einer guten halben Stunde, im Museumsshop wiedergefunden. Weiter gings in die Altstadt, dabei schlenderten wir durch die Messe des Volovo Ocean Races das momentan Station hier in Stockholm macht. Natürlich blieben wir heute nicht gänzlich sportlich unIMG_3671IMG_3827tätig, am Eingang der Altstadt erwartete uns der Fruchtgetränkehersteller inocent, mit einem Stand. Hier mixte sich Mario per Treten auf dem Bike seinen eigenen Smoothie aus Erdbeere, Banane und Äpfeln, die Äpfel verhielten sich dabei etwas tricky und er musste ziemlich in die Pedalen steigen. Über den Tipp des Reiseführes, das Cafes am Storetorget, geht nichts die weiße heiße Schokolade war IMG_3674IMG_3688super lecker, nur die Jungs mit der voll besetzten Terrasse etwas überfordert. Daher beschlossen wir IMG_3691erst später was zu essen und ließen uns durch die lebhaften Gassen der Altstadt Gamla Stan und rund ums königliche Schloss treiben. Das hat uns beiden super gut gefallen, nur irgendwann kam dann doch der Hunger und es gab die erste Bamse. Schwedisches Fastfood —-> Wurst in Brötchen mit Ketchup und Senf. Dann schlenderten wir weiter in Richtung Östermalmstorget die Gegend der Designershops, wer mal wieder in Stockholm ist, sollte bei einem der Designtorgets unbedingt einen Stopp einplanen.

Gruesse aus dem Capitol of Skandinavia  Sabrina und Mario

Nach unserer Nacht in Södertalje machten wir uns auf die letzten Km nach Stockholm. Nach unseren Berechnungen sollten es etwa 30-35 km bis zum Ziel sein. Die ersten 10 km liefen trotz Hügel und mit Rückenwind recht flott. In Vårsta hieß nun die Frage direkter Weg oder versuchen mit einem kleinem Umweg auf dem Swerigeleden zu kommen? Wir entschieden uns natürlich für den Umweg 😦 und wie sollte es auch kommen, den Weg fanden wir zwar aber keinen Asphalt sondern einen schönen Golfplatz. Also wieder zurück und an der Hauptstrasse entlang auf einem sehr schönen Radweg, der uns kurz nach Tullinge  einen zweiten kurzen aber heftigen Umweg einhandelte. So langsam war ich (Mario) ein klein wenig genervt. In Huddinge fanden wir in einem wahren Radweg- Schilderwald auch plötzlich unser grünes Schild wieder. Nun war die Frage, dem Weg der Stockholm in 7km versprach oder dem grünen zu folgen. Und wir nahmen natürlich den grünen! Was für ein Fehler dieser ging getreu nach dem Motto „super Landschaft in Schweden“ erst einmal außen um Stockholm herum. Die Strecke wurde auch immer halsbrecherischer, denn das Umland von Stockholm sieht wie San Francisko aus: es geht steil hoch und ebenso wieder herunter! Es konnte fast nicht schlimmer kommen, aber falsch gedacht, es kamen noch Baustellen, Kopfsteinpflaster, Schienen und in der Stadt selber sehr viel Verkehr dazu. Irgendwann hatten wir es aber doch geschafft, unsere Herberge zu finden und stellten fest, dass wir durch diese Entscheidung weitere 20km Umweg gemacht hatten!!! Die Lust auf Stockholm war fast verflogen. Nach 1h ausruhen und Füße hochlegen wollten wir aber doch noch einen kleinen Abstecher in die Stadt unternehmen. Daraus wurden dann doch noch einmal 3h und am Ende des Tages hatte ich das Gefuehl, ich habe bestimmt Plattfuesse bekommen.

IMG_3536Der Plan früh aufzustehen wurde in Tat umgesetzt, denn wie nicht anders zu erwarten, waren die Families mit ihren kleinen Kids, für die das Vanderenhem vorbildlich ausgerichtet war, früh auf Touren. Wir verstauten unser Gepäck wieder in einem der grosszügigen Schließfächer am Bahnhof und brachen gegen 8.00Uhr auf Richtung Katthult, dem Filmdrehort der  Michel Filme, der nicht in Lönneberga, sondern ca. 20km entfernt bei Rumskulla liegIMG_3543t. Ebenfalls in der Nähe von Vimmerby liegt auch der Drehort  Svedestort der Bullerby FiIMG_3549123lme, der mittlerweile sogar Bullerbue heißt. Nur der Michel der heißt in Schweden Emil. Der Weg nach Katthult war ein 25km langer Ritt durch die Wälder Smålands. Man fühlte sich voll in die Landschaft der Ronja Räubertochter und Brüder Löwenherz Erzählungen versetzt, wäre da nicht stellenweise der superraue Asphalt und der mal wieder permanent von vorne blasende Gegenwind gewesen. Hinzu kam noch die sehr hügelige Formation. Kurzum es ging eigentlich nur bergauf, die letzten 3 Kilometer dann von Rumskulla nach Katthult kam man sich vor wie in den Alpen auf einen Pass hoch… Schweden das flache Land??? —> Was machten wir hier eigentlich, ich glaube nicht, dass sich jemals schon jemand auf Skates hierher verirrt hat. Kurz vor halb zehn waren wir dann da und ließen unsere nassen Sachen im warmen Wind trocknen. Dann gings auf den Hof, der Ende der 60er Jahre für die Verfilmung von Emil erwählt wurde, weil er einfach am besten zur Beschreibung in den Erzählungen passte. Vor dem Eingang empfing uns ein kleines rotes Häuschen, an den Gattern die Michel schon zum Geldverdienen nutzte:  20Kr. pro Vuxen und Mario zählte mit, was die Bewohner so nebenbei fürs Nichtstun einnahmen. Alles sieht hier aus wie früher. Unserer erster Gang natürlich in Michels Tischlerschuppen!  Und da stehen  alle Michels Holzmaenchen festgeschraubt, damit sie keiner mitnimmt ;-). Auch der Wolfsschlund , Alfreds Haus und Trissebude sind zu besichtigen, eingebettet in die malersiche Landschaft, die man aus den Filmen kennt. Dann gings auch schon zurück nach Vimmerby mit Rückenwind und deutlich schneller als hinzus, die Rollen wurden spitz gebremst. Hier endet unsere Tour erstmal für in gutes Stück, aufgrund des Wetter sind wir nicht weiter gekommen! Da wir ja auch noch 3 Tage in Stockholm verbringen wollen, brechen wir unsere Zelte in Småland ab und machen einen Sprung nach oben mit dem Zug an die Küste unterhalb von Stockholm. Von dort wollen wir morgen die letzte grosse Tour skaten. Leider haben wir keine Möglichkeit bisher, die Bilder hochzuladen, ich hoffe wir können bald erste Eindrücke nachreichen!!!

IMG_3454IMG_3482IMG_3457Am Morgen gabs lecker schwedisches Frühstück mit dem dunklen süßlichen Brot und natürlich KAllesKAviar;-), Danke an dieser Stelle nochmal an Stefan für die netten Tipps, das tolle Zimmer und das leckere Frühstück!  Wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen gerne wieder. Zum Schluss konnte er ja dann sogar Deutsch. Wenn wir zurück sind, gibts per Mail ein paar Links, wo du dir die Inliner mit den grossen Rollen kaufen kannst.IMG_3471IMG_3491 Ach ja, an alle Schweden Fans und an die , die  Lust auf Öland haben: Es gibt einen ganz neu auf Deutsch erschienenen Krimi von Johan  Theorin , deutscher Titel Öland. Im Positiven wird auf unsere Aktion reagiert, im allgemein schauen alle erstmal sehr verdutzt, wenn sie da zwei auf Skates ankommen sehen, finden es aber eine tolle Sache und sind meißtens sehr erstaunt. Aber auch wenn wir uns auf Bundesstraßen bewegt haben, hat nie einer gehubt , aber dazu mal noch mehr im Erfahrungsbericht Skaten in Schweden.

Um 10 gings dann mit dem Bus zurück aufs Festland und aufgrund der Zeit, erstmal mit dem Zug weiter Richtung Vimmerby, denn schließlich wollten wir heute ja noch Pippi besuchen. Das Vanderenhem war diesmal direkt neben dem kleinen Bahnhof schnell gefunden, und hatte auch ein Zimmer für uns.  Auf  gings ins Astrid Lindgrens Näs: Dem rund um das Geburtshaus von Astrid Lindgren gestaltetem Anwesen mit toller Austellung  zur grossen Schriftstellerin – diese Frau ist einfach beeindruckend!!!  Außerdem gabs eine tolle Illustrationsausstellung aller Pippi Veröffentlichungen. Und im Garten gabs den Limonadenbaum  der für Pippis Erzählungen Vorbild war und von Astrid und ihren Geschwistern auch der Eulenbaum genannt wurde. Als wir das Gelände verließen hats aber auch schon wieder angefangen zu nieseln. Trotzdem machten wir uns auf in das, was von der ehemaligen Altstadt übrig geblieben ist: 3 sehr schöne Gassen mit den typisch kleinen bunten Häuschen, Schwedenträume werden wahr!

IMG_3352IMG_3299Gesagt, getan: Um 9.00 Uhr nahmen wir den Bus rüber nach Öland , die Brücke dorthin ist leider nicht beskatbar, was bestimmt ein rießer Spaß gewesen wäre. Ansonsten gab es wenig neues:  Nieselregen von oben! Doch ich war mir sicher, es würde aufhören und außerdem wollten wir uns ja im Norden Ölands bewegen, der doch eigentlich eine Sonnengarantie hat. Bei Borgholm konnten wir dem kein Wort Englisch sprechenden Busfahrer klar machen, dass wir IMG_3325IMG_3305IMG_3342IMG_3397IMG_3404zu Jugendherberge Långtholmen bei Hagaby wollten.  Und es gab tatsächlich dort am Kaff eine Haltestelle, wir stiegen aus und es hörte auf mit Nieseln. Dieses Vanderenhem war ein echter Glücksgriff, mit viel Liebe zum Detail unterhält Stefan, der selbst schon von Schweden nach Ägypten mit dem Rad gefahren ist, hier ein idylisch gelegenes Anwesen. Nach nettem Plausch machten wir uns auch gleich auf Richtung norra ueden, dem nördlichsten Ende der Insel . Wir folgtem wieder ganz unseren Spuren des Sverigeleden, der hier zusammen mit dem ölandsleden verlief. Nachdem der Weg immer schmaler und das Gras darauf immer mehr wurde, erreichten wir die 2% des Weges, die nicht geteert sein sollen. Und so maschierten wir dann ca 3km durch tiefsten schwedischen Wald und suchten wieder einmal vergebens, links und rechts im Gebäum, nach dem Elch. Nach diesem Erlebnis beschlossen wir lieber der Strasse zu folgen und gelangten so auch an unsere ersten live vorhandenen Elchschilder. Gegen Mittag erreichten wir die Nordküste und machten uns auf  in den Trollskogen, den Trollwald. Hier kamen bei mir Kindheitserinnerungen auf . Aufgrund des starken Windes an der Küste sind die sogenannnten Trolleichen hier völlig verwachsen , wachsen in Bögen und kringeln sich, und jedes Kind erkennt in den langen Nasen und den ausgreifenden Armen die Trolle des Waldes. Die 2km zurück zur Hauptstrasse waren ein echtes Kampferlebnis, auf solchem Asphalt würde wohl kein Mensch auf die Idee kommen, sich mit Inlineskates fortzubewegen. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein erskateten wir dann das nördlichste Ende der Insel, an dem Leuchtturm Erik steht. Über Byxelkrok gings an der Westküste der Insel zurück ins Landesinnere und mit Rückenwind die 35km bis Lötorp ganz geschwind. Dort kamen  wir mit großem Hunger in der ansässigen Pizzeria an und nahmen auf Empfehlung einer Schwedin beide das Planksteak: Ein auf Ruccola und Kartoffelbrei, angebraten , gebettetes Steak mit Bechamelsosse auf dem verbrannnten Holzbrett schon eine Augenweide und sehr lecker. Am Abend wanderten wir noch vor zum Meer , und suchten auf Stefans Tip nach den hier in Öland wild wachsenden Orchideen, die nur hier auf der Insel auf dem Kalksandsandstein gedeihen.

IMG_3231IMG_3212IMG_3229IMG_3257IMG_3281IMG_3253Ja, geschlafen hatten wir gut im großen Geisterhaus, nur Frühstücks gabs hier keines . Also machten wir uns auf zum laut Schild 2 min entfernten Mc Donalds . Es war um 8, doch wir mußten feststellen, dass in der schwedischen Provinz alles erst um 9 öffnet. Mit Ausnahme der Glashiette Pukeberg, bei der wir auf dem Rückweg vorbeischauten . So beschlossen wir, aufgrund des anhaltenden Niesels, dies zu unserer ersten heutigen Station werden zu lassen.  Es war super interessant, den Glasbläsern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und es war hier in Puckeberg sicher nicht so touristisch überlaufen wie in Boda, Orrefors oder Kosta, den wohl bekanntesten Glashuetten im Smaländischen Glasricket.  Die Meister der Glaskunst machten sich einen Spass daraus vor unseren erstaunten Augen immer wieder neue Tiere  in anderen Farben und Formen zu zaubern , mit wenigen Handgriffen, echt beeindruckend!  Eine Frage blieb offen: Wie machen sie die Luftblasen so symetrisch in die tollen Vasen/Lampen, die ein Grund mehr sind, auch mal mit dem Auto nach Schweden zu düsen. Danach wollten wir eigentlich weiterskaten, ohne Rucksäcke wieder so eine 70km Tour zu weiteren Glashuetten und ins Algland, aber die Strassen waren nass. Es war mal wieder feucht von oben und in Nybro  gab es am Bahnhof keine Schließfächer. Auch der Versuch mit dem Bus zunächst ein Stück zu fahren scheiterte, da die Busse sehr, sehr unregelmässig hier fuhren , was unseren Verdacht bestätigte,  hier wirklich in der schwedischen Provinz gelandet zu sein. Also heute kein Elch mehr und wir beschlossen den Zug ins nahegelgene Kalmar , der grossen Küstenstadt an der Ostküste Schwedens zu nehmen. So wurde aus dem geplanten Skatenachmittag ein gemütlicher Stadtbummel mit Schloss und kleinen Häuschen, und dem Pläneschmieden für den nächsten Tag. Es sollte nach Öland gehen.

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An dieser Stelle muss ich es loswerden: Es wird wohl ein Traum bleiben, die Strecke bis nach Stockholm komplett zu skaten- aber den habe ich nicht aufgegeben! Ich habe deswegen heute Nacht ziemlich schlecht geschlafen:

1. Das Wetter meint es nicht gut mit uns.

2. Die Bad Packs sind einfach viel zu schwer, wenn man die 100km am Tag zuruecklegen will, dann ohne diese Rucksäcke!!!

3. Die Route ist viel länger als gedacht, aber blauäugig wie wir sinIMG_3186d, hatten wir das mal grob überschlagen

——–> Wir erskaten jetzt Smaland und werden dann wohl nochmal einen Sprung mit dem Zug machen müssen, aber schließlich ist es Urlaub und wir wollen ja noch 3 Tage in Stockholm verbringen. Schweden on Skates komplett bis zum Nordkap das nächste Mal, aber mit Begleitfahrzeug und Einplanung, dass die Jugenherbergen immer am A… liegen!

Ok weiter. Ungewisse Wetterlage. Daher beschlossen wir die schöne Route, die wir heute eigentlich Richtung Vaxjö durch die Åsnen  Seenlandschaft skaten wollten, andersrumIMG_3201 zu fahren. Das heißt Goodbye Ikea , mit dem Zug nach Vaxjö und dort die Badpacks in das Schliessfach.

Tatsächlich meinte es das Wetter gut mit uns und es riss auf. Wir, jetzt nur mit Getränk und Foto bewaffnet, machten uns auf zu einer wunderschönen Tour von 70km. Allerdings werden die letzten Kilometer dabei ausgeklammert, da uns die Schilder mal wieder irreführten und wir dann eine, nennen wir es doch krokantasphaltige Strecke mit Mandelsplitter von nicht zu erwähnenden 8km nahmen. Weiter gings nach Nybro. Und es begann wieder einmal die Suche nach dem Vanderenhem. Dazu ist zu sagen, dass die Beamten doch auch so gründlich wie in D  arbeiten und die Kommune schon um 17.50 samt Touriinfo, die eigentlich bis 18 uhr geöffnet haben sollte, schließt.  Aber wir fanden es ja dann auch so, and then the problems startet…. Ein sehr netter alter Schwede im Rollstuhl empfing uns , owner des ganzen, hatte aber nichts mit der Reception zu tun, vermietete uns ein Zimmer, das uns seine Betreuerin auch zeigte, wir aber keinen Schluessel bekamen. Nach kleiner Tour zum Supermarkt muss zwischendrin jemand dagewesen sein, wir bekamen Schlüssel und zahlten bei Tom bar auf die Hand. Zu erwähnen, Tom war Glasbläser gewesen, hatte einen Unfall und sitzt seitdem im Rollstuhl und keiner kümmert sich wohl momentan so richtig um das Haus, das mal ein Hotel mit höchstem Standard war. Die Frau im Urlaub auf den Philippinen, der Sohn flügge, er ein echt redseeliger, netter Schwede. Wir kamen uns vor, wie ganz allein im grossen Haus, hörten aber Schritte auf dem Gang und sahen am nächsten Morgen, dass noch zwei Asiaten da waren. Aber wir haben gut geschlafen.

Auch zum Frühstück gab es bei Mario nochmals Hering!!?? Dann gings los: Himmel bedeckt -Strassen trocken. Das waren aber auch die einzigen guten Vorzeichen für diesen Tag. Gleich zu Beginn waren die Wegweiser verdreht und führten uns in die falsche Richtung. Dann machte Sabrina eine unangekündigte Bremsaktion und Mario flog in hohem Bogen samt Rucksack in die Wiese. Sah komisch aus, wars aber nicht;-) Nichts passiert – weiter: Durch weite Wiesen und kleine Dörfer Richtung Hässeleholm. Doch bis dahin war es noch ein weiter weg , denn wir sollten uns noch 2mal verfahren. Ansonsten aber an dieser Stelle mal ein hoch auf Schweden: Es ist absolut ein Land für Skater!!! Und überall werden nagelneue Radwege gebaut. Weiter… doch es fing an zu regnen, nach  20km im Dauerniesel erreichten wir dann leicht feucht Hässeleholm. Und wir beschlossen bis zu unserem eigentlichen Etappenziel Älmhult, den Zug zu nehmen. Älmhult ist die Geburtstätte von Ikea und ließ Sabrinas Herz höher schlagen, aber auch Mario lief bei dem Gedanken an die ersten schwedischen Köttbullar schon das Wasser im Mund zusammen. Doch dahin wars noch ein langer Weg, denn zunächst wollten wir nicht mehr in die nassen Skates und so legten wir die 3km bis zum idyllisch gelegenen Campingplatz zur Fuß zurück.  Dafür könnt ich meinen Schatz jetzt noch verfluchen, aber er nahm dann auch grosszügig beide Rucksäcke!!!  =Bad Packs , aber dazu an anderer Stelle mehr. Nach 1 Stunde MatIMG_3151erial- und Körperpflege legte sich der Regen und es ging auf zu IKEA!!! Entdecke die Möglichkeiten! Der Abend klang am Steg mit Cidre und Flips, die dann die Enten in rauen MenIMG_3125gen bekamen, aus.IMG_3143

IMG_3117Geschafft vom Gegenwind setzte nun noch der Regen ein, so dass wir beschlossen, mit dem Bus ein paar Meter nach oben zu machen.  So erreichten wir am Spätnachmittag Kristianstadt. Hier begann das Suchen nach einer Jugendherberge, die ganz schön außerhalb lag, was uns jedoch in den nächsten Tagen noch öfter begegnen sollte.  Nach schönen schwedischen Abba Hering aus dem Glas , Geschmack Senfsosse, breiteten wir die Karten aus und hofften auf besseres Wetter. Dann gings auch schon in die Falle. Mitten in der Nacht wurden wir von der Polizei geweckt, die rund um die Herberge mit Sirenen nach irgendetwas jagte. Dafür hatte es bereits aufgehört zu regnen.

Haben euch nicht vergessen: Hoffen wir haben heut abend einen Rechner, der schneller ist als dieses Modell hier und können euch von unseren Abenteuern berichten. Leider spielt uns das Wetter momentan nicht so zu und wir mußten unsere Pläne auch aufgrund unserer bad packs;-) ändern. Viele Grüße aus Nybro Sabrina und Mario

Um 6.30 genossen wir die Ruhe am Strand, um die heutige Tour zu planen. In der typisch schwedischen Veranda genossen wir dann das erste Frühstück mit schwedischer Marmelade und Fischpaste aus der Tube die hier Kalles Kaviar heisst.  Dann freuten sich unsere Ruecken auch schon wieder auf die Weiterfahrt. Auf nagelneuer Strasse ging es nun wieder dem Wind entgegen. Ziel Kåseberga (gesprochen Kosberga) von uns schnell auch die Käseberge genannt, denn es ging ganz schön rauf und runter!!! Am Ziel erwartete uns unsere erste Sehenswürdigkeit „Ales Stenar“ zu Deutsch auch „Alte Steine“: Eine Wikingerschiffsetzung mit Steinen aus der Eiszeit an schöner Küste. Danach gings nach Tomellia weiter mit Rückenwindfeeling dafür aber landschaftlich wie „dahoim auf der Alb“! Nach 40km sitzen wir jetzt hier in der Biblio  und machen ein Päuschen. till später  Sabrina und MarioIMG_3108IMG_3097

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Wir sind angekommen!!!… Nach 5 Stunden Überfahrt im Regen  erwa

rtete uns Trelleborg trocken und der Himmel sollte doch tatsächlich aufreißen. Die erste schwedische Mahlzeit gabs bei MC Do.

Frisch gestärkt gings in die Skateklamotten und dann los. Nachdem die netten Damen in der Touristinformation von unsrem Sverigeleden noch nichts gehört hatten, traffen wir doch tatsächlich schnell auf das erste grüne Schild mit dem weissen Fahrrad drauf, das in Zukunft zusätzlich unsren Aufkleber tragen soll. Auf Sahneasphalt und bei Sonnenschein

waren die ersten Kilometer schnell gemacht . Doch entlang der wunderschöne

n Küste machte uns der Gegenwind , bei erster Fahrt mit den Rucksäcken, ganz schön zu schaffen. Wir passierten das südlichste Ende Schwedens Smygehyk und erreichten ganz schön geschafft, unser erstes Zwischenziel in Ystad.

Fazit des Tages man sollte immer viel zu trinken an Bord haben und nicht meinen, dass der Asphalt, auch wenn die Ortschaften hier Skateholm heißen, immer toll ist  ;-). Wo Mankells Wallander zu Hause ist, fanden wir nach etwas Suchen eine sehr idylisch gelegenen JuHe hier auch Vanderenhem genannt. Ganze 4m2  waren unser Eigen für diese Nacht. Geschlafen haben wir beide ziemlich schnell wie zwei Steine. Ich hoffe, ihr lest unsere Nachrichten fleissig und wir freuen uns über eurIMG_3090e Kommentare.     IMG_3088

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gepacktNoch 2 Tage ————> Auf die Plätze fertig los…..Verpackungsorgie. Seht selbst!  Und es passt alles rein: der Mann trägt natürlich den großen Rucksack, wie sichs gehört;-). Alles natürlich vorneweg fein säuberlich geplant , Gewichtsersparnis bei allem was geht -Größe der Zahnpastatube, nur als Beispiel. Die Liste wird nachgereicht. Ergebnis: Alles drin . Alles dran.  Das Gewicht hält sich in Grenzen, erste Trageversuche fallen positiv aus. Jetzt darf nur nichts mehr vergessen werden, bei den noch am Wochenende anstehenden Wettkampffahrten durch die Republik.

<———————-HIER IST ER: Der Schweden on Skates Aufkleber, der in eine Auflage von 250 Stück geht und mit dem wir für alle Interessierten eine Spur hinterlassen wollen und unsere Route- für nachahmungslustige Skateverrückte kennzeichnen. Frei nach dem Motto:

DAS LEBEN IST EIN ROLLENSPIEL
8 ROLLEN SIND MIR ANS HERZ GEWACHSEN ICH SCHNALLE SIE MIR UNTER DIE FÜSS
E UND ROLLE HINAUS IN DIE WELT UM aufkleber_schweden KopieDORT MEINE SPUREN ZU HINTERLASSEN. (der rollenspieler)

HEJ! HERZLICH WILLKOMMEN auf dem Schweden on Skates Blog. Der Countdown läuft.  Am 8.Juni 2009 geht es los, mit Skates und Rucksack in Rostock auf die Fähre nach Trelleborg. Von dort wollen wir beide (Mario und Sabrina)  nach Stockholm skaten. 2 Wochen Abenteuer- und Aktivurlaub. Geplant haben wir die Route anhand des bekannten Radwegnetzes des Sverigeleden. Ffür den Tag sind Touren zwischen 80 und 100 Kilometer geplant. Alles Andere lassen wir auf uns zukommen. Übernachten wollen wir in Jugenherbergen und Bed and Breakfast Möglichkeiten auf Campingplätzen und natürlich wollen wir auch ganz viel von Schweden sehen. Alles was wir erleben werden wir hier für euch in Text und Bild festhalten.

Für Mario

In Liebe  Sabrina